GEDANKEN

Zum 1. Januar 2021


Neujahrsgrüsse

`Ich hab mal Gott gefragt, was er mit mir vorhat. - Er hat es mir nicht gesagt, sonst wäre ich nämlich nicht mehr da. - Er hat mir überhaupt nichts gesagt. - Er hat mich überraschen wollen.`

Ödön von Horvàth

Zu diesem Jahreswechsel hat mich das Zitat von Horvàth besonders bewegt. Noch nie war uns bewusster, dass wir nur ahnen können, was uns erwartet. Lasst uns dieses Jahr überrascht werden von Unerwartetem, uns mit für uns Wichtigem beschäftigen, träumen und an das Gute glauben, an das Bessere glauben. Und uns UNS bewusst werden.

`Schlummre und träume von kommender Zeit, die sich dir bald muss entfalten!`
Damit alles Liebe und hoffnungsvolle Neuhjahrsgrüsse!

Larissa im Januar 2021

SCHLUMMRE UND TRÄUME VON KOMMENDER ZEIT

 

Felix Mendelssohn Bartholdy
Bei der Wiege op. 47/6

Karl Klingemann (1798-1862)
Schlummre!
Schlummre und träume von kommender Zeit,
Die sich dir bald muß entfalten,
Träume, mein Kind, von Freud' und Leid,
Träume von lieben Gestalten!
Mögen auch viele noch kommen und gehen,
Müssen dir neue doch wieder erstehen,
Bleibe nur fein geduldig!

 

Schlummre und träume von Frühlingsgewalt,
Schau' all' das Blühen und Werden,
Horch, wie im Hain der Vogelsang schallt,
Liebe im Himmel, auf Erden!
Heut' zieht's vorüber und kann dich nicht kümmern,
Doch wird dein Frühling auch blühn und schimmern,
Bleibe nur fein geduldig!
Schlummre!

Gesang, Larissa Angelini
Erwin Heusser, Klavier